Die Spielhölle in Baden-Baden - Edmond About - Страница 1 из 233


Quarante.) Vorbemerkung des Übersetzers Die
nachfolgende hübsch abgerundete und mit feinen humoristischen
Zügen ausgestattete Erzählung ist ein Zeitbild aus dem Jahre
1858. Das zweite Kaiserreich ließ bei den Franzosen die
Erinnerungen an das erste wieder aufleben. Noch waren die letzten
Reste der »großen Armee« nicht ganz weggestorben;
ein Veteran derselben bildet hier den Mittelpunkt, ein Mann, der wie
so viele im damaligen und noch im heutigen Frankreich von der Pike auf
gedient hat. Ein italienischer Flüchtling, der 1848 und 1849 in
Rom als Republikaner gegen den Papst und die Franzosen kämpfte,
erscheint hier als Liebhaber auf der Bühne; sein Grafentitel ist,
wie auch sonst jetzt zuweilen in Italien, nur ein angenehmer Schmuck.
Die Scene der Novelle ist anfänglich und zum Schluß in
Paris, zwischendurch in der Schweiz und der Hauptakt spielt auf
deutschem Boden: in Baden-Baden, dem einzigen deutschen Orte, wohin
der elegante und üppige Pariser sich damals mit Vorliebe wandte,
um in dem halb von Franzosen bevölkerten Städtchen
Sommervergnügungen in einer internationalen Halbwelt zu
genießen und vornehmlich dem in Frankreich verbotenen
Hasardspiel zu frönen, das hier erst 1872 durch Aufhebung der
Spielbank sein Ende fand. Zum besseren Verständnis des
verbotenen Trente et Quarante lassen wir für deutsche Leser eine
kurze Erklärung folgen. »Dieses Glücksspiel wird mit


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