Schweres Blut - Juhani Aho - Страница 1 из 202


Hemd und groben Rindenschuhen – fällt Bäume zum
Schwenden auf dem Abhang eines hohen Hügels. Wenn die eine Birke
niedersinkt, erbebt schon das Laub der anderen, und die Späne
fliegen umher. Er haut Stämme um so dick wie sein Schenkel, wie
wenn er Weidengestrüpp lichtete, ohne den Rücken zu
strecken. Der Hügel, dessen Abhang er rodet, liegt inmitten
einer grenzenlosen Einöde, in der sich hier und da andere
ähnliche Anhöhen erheben, wie Grashöcker auf einer
überfluteten Schwemmwiese. All die anderen Hügel sind bis
zur Spitze mit Wald bedeckt, nur dieser ist teilweise abgeschwendet;
von unten nach oben ansteigend, vom südlichen Hang nach dem
Scheitel hinauf strebt die Lichtung, doch ist sie noch nicht bis in
die Mitte vorgedrungen. Indes ist da doch schon ein freier Fleck in
der Wüstenei der Einöde, eine Kerbe im Urwald: ein
grünendes Roggenfeld, weiter unten alte Rodungen, und noch weiter
weg hinter einer Senkung ein Häuflein Gebäude, davor eine
lange Landzunge, um die sich schmale Gewässer: kleine Seen, enge
Straßen und Stromschnellen ziehen. Soweit sieht
man von da, wo der Mann den Wald fällt. Er macht eine Pause,
blickt hinunter, sieht sein Feld, sein Gehöft, die Landzunge und
die Stromschnelle. Er schwingt seine Axt, wie um in einen Baumstumpf
zu schlagen, will aufatmen, senkt aber die Axt in einen neuen Stamm
und schwankt von dem Schlag – der mit dem langen Rücken,
dem hedeleinenen Hemd und den groben Rindenschuhen. Die Axt hebt


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