Am 1. Mai - Karl Adolph - Страница 1 из 31


Friedenstagen von Karl Adolph.    
Neuer Akademischer Verlag
Leipzig und Wien.
[1919]     Personen:
        Der Mieter
Der Hausherr Die
Hausbesorgerin Der Maurer
Das Maurerweib Der
Tischler Der Tischlerjunge
    Die Szene ist ein leeres Zimmer.
Schmutzige Wände mit halbverlöschter Malerei und vielen
Löchern, wie sie entstehen, wenn Haken und Nägel
herausgerissen wurden. An den Stellen, wo Bilder hingen, ist die
ursprüngliche Malerei lichter und reiner geblieben. – In
der Mitte steht eine ungeschlachte, kalkbespritzte Maurerleiter mit
einigen fehlenden Sproßen. Daneben ein Mörteltrog und
einige Schaffeln. Links zwei Fenster, rechts Türe zum Vorzimmer.
Mitte Türe zum anderen Zimmer. 1. Auftritt. Mieter und
Hausbesorgerin von rechts. Hausbesorgerin : (Frau, Mitte
dreißig, korpulent. Staubtuch und Abkehrer in der Hand. Noch in
der Türe zurücksprechend.) Obi daß d' kummst,
Mistbua! Muaßt m'r allweil nachkräuln? Wann dann wer kummt,
is Neamd in d'r Wohnung. Hinunter! Marsch! (Vollständig
eintretend, zum Mieter; der einstweilen verdutzt das Zimmer in
Augenschein genommen.) So, das is das Zimmer, was g'maln wird.


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