Carmentrans Ende - Paul Arène - Страница 1 из 22


von denen wir erzählen, war die Eisenbahnstrecke zwischen
Marseille und Gap, die als feingestricheltes Band auf den Land- und
Straßenkarten hinläuft, allerdings erst geplant. Damals sah
das Tal der Durance noch nicht viermal täglich und jeweils
für die Dauer einiger Sekunden die beiden aufwärts
klimmenden und die beiden niederwärts rollenden Züge, die
über seine Fluren und seine Felsen, die stets danach wieder in
tieferer schweigender Einsamkeit liegen, ihr Fauchen und Pfeifen
hinwirbeln und den Schatten einer Rauchwolke hingleiten lassen. Aber
dagegen hallte, vom frühen Morgen an, die jetzt verödete
Landstraße von Wagenzügen der Fuhrleute wider: Da gab es
nichts als ein immerwährendes Fluchen und Peitschenknallen, da
zog es einher in langen Reihen, Gespann hinter Gespann, von
Maultieren, die ihr fransenbehängtes, aus hellem Garn
geknüpftes Fliegennetz über den Rücken und ihr
provenzalisches Kummet um den Hals trugen, das gehörnt und spitz,
mit blaugefärbtem Hundefell überzogen, mit zahllosen heiter
bimmelnden Schellen und zwei Glasringen behangen war, durch die der
Lenkriemen lief; da rollte und rollte es dahin von zweirädigen
Karriolen, den hochbeladenen Lastwagen, die wie drei Deck hohe Schiffe
stampften und schlingerten, mit der kleineren Karrete hinterdrein, die
in der Kiellinie des Staubmeers nachfolgte; und alle Abende, in den
von Wegstrecke zu Wegstrecke längs der Straße stehenden


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