Drei Märchen - Peter Christen Asbjørnsen - Страница 1 из 4


zum Schweigen bringen konnte Es war einmal ein König, der hatte
eine Tochter, die war so schlau und spitzfindig, daß niemand sie
zum Schweigen bringen konnte. Da setzte der König einen Preis aus
und ließ bekanntmachen: Der, welcher es könnte, bekäme
die Prinzessin und das halbe Königreich. Drei Brüder, die
das gehört hatten, beschlossen, ihr Glück zu versuchen.
Zuerst machten sich die beiden älteren auf, weil sie sich
für die Klügeren hielten. Aber sie konnten bei der
Prinzessin gar nichts ausrichten und mußten mit einem blauen
Auge abziehen. Da machte sich danach auch der Aschenper auf. Als er
ein Stückchen gegangen war, fand er eine Weidenrute am Wege und
nahm sie mit. Wieder nach einer Weile fand er eine Scherbe, die
gehörte zu einer alten Schüssel, und die nahm er auch mit.
Als er noch weiter gewandert war, fand er einen toten Star und danach
ein krummes Bockshorn. Nicht lange, so hob er noch ein krummes
Bockshorn auf. Und als er über das Feld zum Königshof
marschierte, wo Dünger ausgestreut war, fand er noch eine
ausgetretene Schuhsohle. Alle Dinge nahm er mit aufs Schloß, und
schon trat er bei der Prinzessin ein. »Guten Tag«, rief
er. »Gleichfalls!« sprach sie und verzog das Gesicht.
»Könnte man mir hier meinen toten Star braten?«
fragte er. »Ich habe eher angst, daß er platzen
könnte!« rief die Prinzessin. »Ach, das hat keine
Not! Dann binde ich diese Weidenrute darum!« rief der Bursche


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