Germanomanie - Saul Ascher - Страница 1 из 42


(1815) Wer länger schon als ein Vierteljahrhundert, und
vollends um eine solche Zeit wie die des letzten, in der Ideenwelt
gelebt oder wer das Treiben und Handeln der denkenden Köpfe von
Ausbruch der Französischen Revolution an bis jetzt zu beobachten
Gelegenheit hatte, dem wird endlich das Resultat werden: daß
auch in dieser Region der Liebe zum Wahren und Vortrefflichen ein
gewisser, in der Natur angeordneter Kreislauf sich erhärtet.
Werfen wir nun einen Blick auf den Ideengang, der den Menschen
über die wichtigsten Angelegenheiten ihres physischen und
intellektuellen Seins während des letzten Vierteljahrhunderts
geworden, so dürften wir finden, daß sie diejenigen
Anordnungen, welche von Ewigkeit her in ihrer Mitte bestanden und die
eine Folge ihrer körperlichen und geistigen Organisation sind,
welche das begründen, was wir Wissenschaft, Kunst und
Sittlichkeit nennen, die drei Pfeiler der in der Idee begründeten
Menschheit daß sie dies alles mit Betriebsamkeit und Aufopferung
auszubilden, zu läutern und zu reorganisieren suchten. Der
befangene Beobachter oder derjenige, dem die Grundprinzipien der Welt
sich bloß nach den vormals bestandenen oder zu seiner Zeit
bestehenden Formen darstellen, sah in der Rotation, in dem Wogen der
verschiedenen Grundstoffe des menschlichen Seins und in dem Kampf
zwischen Vernichtung und Dasein, der sich seit fünfundzwanzig
Jahren in dem Gebiet der Religion, der Politik und der Wissenschaft,


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