Arne - Synnöve Solbakken - Ein froher Bursch - Eine häßliche Kindheitserinnerung - Bjørnstjerne Bjørnson - Страница 1 из 449


Björnstjerne Björnson   Vorwort
Björnson hatte die Begeisterung. Durch seine Seele flutete der
wilde kämpferische Meeresstrom, Björnson war voll von Zacken
und Schroffen, in ihm war das Lächeln der Sonne über den
schönen Fjorden, über dem jungfräulichen Weiß der
Birken im Lenz und im Herbst. Björnson war »eine Mischung
von fein und grob – eine echt norwegische Mischung«. Er
trug viele Härten aus Sehnsucht in sich, er glaubte an die Macht
der Menschen, das Schicksal zu beugen. »Ich leide Herzensqualen
vor Sehnsucht nach Wärme und Glauben an irgendeine gute Kraft in
den Menschen.« Björnson war ein gewalttätiger Titane
ethischen Wollens, eine Tätigkeitsmaschine, getrieben von
unerhörten Herzensenergieen. »Einzig die
ursprünglichen Individuen sind es, die dauernd zu
erschüttern vermögen.« Björnson war Kleinstaater,
ein nordischer Provinziale, das gab ihm durch die Übersehbarkeit
des Lebens seiner Heimat universale Erfahrung, er sah die mordende
Spießbürgerlichkeit um sich klarer als wir, denen das
unübersichtliche großstaatliche Spezialistentum den vollen
Einblick, die Vollerfahrungen aus den Realitäten unseres Daseins
zu oft verstellt und verweigert. Er vermochte zu allen Fragen des
Tages Stellung zu nehmen, er nahm zu allem Stellung. »Das Leben
ist mir das Höchste.« Sein Dichten entquoll seiner Zeit,
den Lebensnotwendigkeiten seiner Nation, wie er sie sah. »Ein


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