Kapitän Mansana - Bjørnstjerne Bjørnson - Страница 1 из 102


Waggon stieg, in Bologna die Tagesblätter. Unter denselben befand
sich auch eine florentinische Zeitung, in welcher ein römischer
Brief meine Aufmerksamkeit bald vollständig fesselte; denn er
versetzte mich um dreizehn Jahre zurück, in die Zeit eines
früheren Aufenthalts in Rom, und geradewegs zu meinen Wirtsleuten
in eine Ortschaft unfern der Hauptstadt, welche damals noch dem Papste
angehörte. Die Korrespondenz meldete, daß die Gebeine
des Patrioten Mansana, welche bisher im Verbrecherkirchhofe zu Rom
gelegen, auf Ansuchen seiner Vaterstadt seien ausgegraben worden und
nun in ein paar Tagen vom Gemeinderat derselben und von den
Abgeordneten verschiedener römischer und anderwärtiger
Vereine nach A., Mansanas Geburtsort, würden geleitet werden.
Daselbst harrte der Leiche ein Denkmal und ein festlicher Empfang; der
Märtyrer sollte seinen verspäteten Lohn erhalten. Und in
dieses Mansanas Haus hatte ich vor dreizehn Jahren gewohnt; seine Frau
und die Frau seines jüngeren Bruders waren meine Wirtinnen
gewesen, allein von den Brüdern selbst befand sich damals der
ältere in einem Kerker zu Rom, der jüngere
landesflüchtig in Genua. Der Artikel schilderte des ferneren
Mansana des Älteren Lebenslauf; bis auf den letzten Teil kannte
ich denselben schon vorher, und gerade dies erhöhte meinen
Wunsch, mich dem Zuge anzuschließen, welcher am
nächstkommenden Sonntag von der Piazza Barberini in Rom ausgehen


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