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Björnson Thomas Rendalen Roman 1910 1.
Das Gut und seine Bewohner. Vermutlich war das Gut
entstanden, wie die meisten großen Besitzungen in allen
Ländern und zu allen Zeiten: durch das Recht des Stärkeren;
vielleicht durch mehr oder minder erzwungene Heiraten oder durch
ehrlichen Kauf; vielleicht aber auch durch Überlistungen,
Betrügereien und andere Niederträchtigkeiten; wir wissen es
nicht mehr. Vor zweihundert Jahren war es ein sehr umfangreiches
Besitztum. Der Haupthof lag damals, wie noch heutigen Tages, am
waldbekleideten Bergeshang über der Stadt. Und die ganze Stadt
kann man von dort überschauen, sowohl die Altstadt diesseit des
Hafens wie die Neustadt drüben auf der Landzunge, die den Hafen
gegen das Meer schützt. Doch liegt die Landzunge nicht offen vor
dem Meere selbst: es befinden sich dort Inseln und Schären, und
zwischen diesen Inseln und Schären haben sich zwei Einfahrtssunde
gebildet. Dies alles und eine weite Meeresfläche überschaut
man vom Gute aus. In noch weiterer Ferne gewahrt man rechts den Elv,
der sich schäumend zwischen seinen Lehmufern in den Hafen
stürzt. Einst gehörten der Elv und alle Anlagen an seiner
Mündung zum Gute; ebenso der ganze Grund und Boden der Stadt, die
Inseln und die Küstenstrecke. Dann weiter am Elv hinauf die
untersten Gehöfte sowie die Waldungen. So war es vor zweihundert
Jahren. Das Hauptgebäude des Gutes ist ein


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