Eugen Aram - Edward Bulwer-Lytton - Страница 1 из 704


Herr! Ich habe mich lange mit der mir von meinem Ehrgeiz
eingegebenen Hoffnung getragen, den reichen und zahllosen Gaben, die
auf den Altar Ihres Genius niedergelegt wurden, meinen schwachen
Tribut beizufügen. So oft ich der Welt ein neues Buch darbot,
weilte ich eine Zeitlang bei der Betrachtung, ob dasselbe würdig
sei, mit Ihrem großen Namen geschmückt zu werden, und
jedesmal schob ich die Sache hinaus, in Aussicht auf jenen Tag besser
begründeten Verdienstes, der nie kam. Nun ich aber bei einem
Werke angekommen bin, das die Reihe schließt, welche ich von
Anfang an im Auge hatte, ist dies vielleicht die einzige mir noch
offenstehende Gelegenheit, Ihnen jene hohe, gerechte, warme
Bewunderung auszudrücken, die Sie mir, wie allen meinen
Zeitgenossen, eingeflößt haben, und welche ein
französischer Schriftsteller so anmutig »die
glücklichste Prärogative des Genies« genannt hat. So
ergreife ich denn diese Veranlassung, nicht als die beste, sondern um
die letzte nicht zu verlieren. Ihr Ruhm als Dichter und als
Erzähler hat jene Höhe erreicht, auf welcher das Lob
überflüssig wird; aber hier eben scheint mir im Charakter
des Schriftstellers em noch höherer Grund zur Verehrung zu
liegen, als in dem seiner Schriften. Wer kann das Beispiel zu
erreichen hoffen, das Ihr Genius uns giebt? – Wer das Beispiel
vergessen, das Ihre Mäßigung uns hinterläßt? Es
ist eine große Lehre für alle, die selbstthätig auf


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