Paul Clifford, Band 7 - Edward Bulwer-Lytton - Страница 1 из 77


daß uns zu Zeiten, überwältigend aber unbeschreiblich,
eine Angst, eine Bangigkeit beschleicht? Wie kommt es, daß wir
schaudern ohne eine Ursache, und das warme Lebensblut in seinem Lauf
stocken fühlen? Sind uns die Todten nahe? Falkland. Was
sagst Du? Gräßlicher Gedank'! ich fühl' ihn
Mein eisig Herz umwinden, wie die Schlange
Sich tödtlich, sicher um die Beute ringelt!
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  *           *      
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Was! in der todesstillen Einsamkeit
Floh diese fürchterliche Seele? Liebe und Haß.
Den Abend, der dem Morgen voranging, wo obiges Gespräch vorfiel,
brachte Brandon allein in seinem Quartier in – – zu. Er
hatte sich zu unwohl gefühlt, um dem gewöhnlichen Gelage
anzuwohnen, und saß in trägem Brüten da in der
Einsamkeit des altmodischen Zimmers, das ihm angewiesen worden war.
Zwei Wachskerzen auf dem platten, hübschen Tisch, kämpften
mit mattem Lichte gegen die Düsterheit des schwerfälligen
Getäfers, das in sparsamen Zwischenräumen durch
Porträte in eichenen Rahmen gehoben wurde, schmutzig, plump und
wichtig aussehend durch die Pracht verbrämter Röcke und
niederhängender Perücken. Die Vorliebe der Wirthin für
den neuern Geschmack hatte jedoch zu beiden Seiten des ungeheuern
Camins neuere Meisterstücke der schönen Künste
aufgehängt. In sinnbildlicher Herrlichkeit hingen da die Bilder
der vier Jahrszeiten, lauter üppige Weibergestalten, den Winter


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