196 Tage auf treibender Eisscholle - Emil Bessels - Страница 1 из 80


Polaris« von New York unter Kapitän Franz C. Hall in See
zur Erforschung des Hochnordens. Der Dampfer nahm seinen Weg über
Neufundland an der Westküste Grönlands entlang durch den
Smith-Sund und überwinterte in einer Bucht dieser Küste, die
Hall »Polaris-Bay« taufte. Dort wurde ein Observatorium
errichtet, und von dort aus unternahm man Schlittenreisen nach
Süden und Norden. Hall starb nach Rückkehr von einer solchen
Fahrt am 8. November 1871. Im August 1872 mußte infolge
Kohlenmangels und eines Lecks die Heimfahrt angetreten werden. Am 15.
Oktober erlitt die »Polaris« Schiffbruch. Ein Teil der
Besatzung, 14 Mann, blieb beim Wrack zurück und baute eine
Hütte, »Polaris-Haus«, für den Winter; der
andere Teil wurde von einem Eisfelde nach Süden getrieben, auf
das man in der Voraussicht des Schiffbruches schon eine Nothütte,
alle Boote, viele Geräte, Waffen und Proviant für die
gesamte Mannschaft gebracht hatte. Auf der Scholle befanden sich der
Meteorologe Friedrich Meyer, der Navigationsgehilfe Tyson, der Koch,
der Steward, sechs Matrosen und zwei Eskimofamilien, bestehend aus
zwei Männern, Hans und Joseph, zwei Frauen, drei Mädchen im
Alter von drei, acht und zehn Jahren, einem sechsjährigen und
einem am 12. August geborenen Knaben. Das Nachstehende ist dem
Werk: » Die amerikanische Nordpol-Expedition« von Emil
Bessels (Leipzig 1879) entnommen, der sich als Arzt und als Leiter der
wissenschaftlichen Abteilung an dieser Expedition beteiligte. Er starb


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