Adieu - Honoré de Balzac - Страница 1 из 68


»Vorwärts, du Deputierter der Mitte, immer vorwärts!
Wir müssen eilig weiter, wenn wir zusammen mit den andern bei
Tisch sein wollen. Heb die Beine! Spring, Marquis! Hierher! So ist's
gut! Sie springen über die Gräben wie ein richtiger
Hirsch!« Diese Worte wurden von einem friedlich am
Waldesrande von Ile-Adam sitzenden Jäger gesprochen, der eine
Havannazigarre zu Ende rauchte und auf seinen Genossen wartete, der
jedenfalls schon seit langem in dem Buschwerk des Waldes herumgeirrt
war. An seiner Seite sahen vier jappende Hunde ebenso wie er die
Person, an die er sich wandte, an. Um zu verstehen, wie spöttisch
diese Anreden, die mit Pausen wiederholt wurden, gemeint waren,
muß erwähnt werden, daß der Jäger ein dicker
kurzer Mann war, dessen hervorstehender Bauch eine wahrhaft
ministerielle Fettleibigkeit verriet. Mühselig übersprang er
die Furchen eines großen, frisch abgeernteten Feldes, dessen
Stoppeln sichtlich sein Vorwärtskommen hinderten; um sein
Unbehagen noch zu steigern, trieben die Sonnenstrahlen, die sein
Gesicht schräg trafen, dicke Schweißtropfen darauf hervor.
Bemüht, sein Gleichgewicht zu bewahren, wankte er bald nach vorn,
bald nach rückwärts und ahmte so die Sprünge eines
stark geschüttelten Wagens nach. Es war einer der Septembertage,
wo die Weintrauben bei südlicher Glut reifen. Die Luft
kündigte ein Gewitter an. Obgleich sich mehrfach große
Strecken blauen Himmels noch am Horizont von dicken schwarzen


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