Die Turnachkinder im Winter - Ida Bindschedler - Страница 1 из 253


nach Larstetten Der Mittwoch, an welchem die Familie Turnach in
die Stadt ziehen wollte, rückte heran. Aber die Kinder hatten
nicht Zeit, an den Umzug zu denken. Am Montag war ganz plötzlich
ein Brief von Tante Doktor gekommen, in welchem sie Hans, Marianne und
Lotti für die Herbstferien einlud. »Papa, Papa, bitte,
gelt, wir dürfen –!« riefen die drei, als Papa ins
Zimmer trat. »Ja, das ist nun die Frage«, sagte Mama
zu Papa gewendet. »Niemand hat am Mittwoch Zeit, die Kinder nach
Larstetten zu begleiten –« »O, Mama, wir
können allein reisen!« bat Hans. »Ich will gewiss
acht geben und alles recht machen! In Konradzell müssen wir
aussteigen und auf der andern Seite vom Stationshaus eine halbe Stunde
warten. Der Zug für Larstetten steht dann schon da, und man kann
zusehen, wie sie die Lokomotive heizen.« »Ja,
Mama!« flehte Lotti. »Es ist so furchtbar lustig, allein
zu reisen! Ich will aber mein Billett selber haben, Hans!« Sie
zog ein dickes altes Portemonnaie heraus. »Da, in das Extrafach
kommt es.« »So«, meinte Hans, »und dann,
wenn du es dem Kondukteur zeigen musst, ist es natürlich nicht
mehr da. Ich wollte wetten.« »Vielleicht verlierst du
deines noch vorher!« erwiderte Lotti kampflustig.
»Kinder, das heisst man nun, um die Haut des Bären
streiten, bevor man ihn hat!« sagte Papa. Aber die Kinder
merkten, dass er nichts Ernstliches gegen die Reise hatte.


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