Der hohle Zahn - Wilhelm Busch - Страница 1 из 2


Oftmalen bringt ein harter Brocken
Des Mahles Freude sehr ins Stocken.
So geht's nun auch dem Friedrich Kracke;
Er sitzt ganz krumm und hält die Backe.
Um seine Ruhe ist's getan;
Er biß sich auf den hohlen Zahn.
Nun sagt man zwar: es hilft der Rauch!
Und Friedrich Kracke tut es auch.
Allein schon treiben ihn die Nöten,
mit Schnaps des Zahnes Nerv zu töten.
Er taucht den Kopf mitsamt dem Übel
In einen kalten Wasserkübel.
Jedoch das Übel will nicht weichen,
Auf andre Art will er's erreichen.
Umsonst! – Er schlägt, vom Schmerz
bedrängt,
Die Frau, die einzuheizen denkt.
Auch zieht ein Pflaster hinterm Ohr
Die Schmerzen leider nicht hervor.
»Vielleicht« – so denkt er »wird das
Schwitzen
Möglicherweise etwas nützen.«
Indes die Hitze wird zu groß,
Er strampelt sich schon wieder los;
Und zappelnd mit den Beinen,
Hört man ihn bitter weinen.
Jetzt sucht er unterm Bette


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