Vlämische Legenden - Charles Théodore Henri de Coster - Страница 1 из 255


von Marie Lamping und Friedrich von Oppeln-Bronikowski Verlegt
bei Eugen Diederichs/Jena MCMXVI Drittes und viertes Tausend
Vorwort
Carles de Coster (1827-79), bisher nur in seiner belgischen
Heimat als großer Dichter geschätzt, hat sich erst im
vergangenen Jahre, als die Verdeutschung seines Hauptwerkes
»Tyll Ulenspiegel« (geschrieben 1867) erschien
Verlag von Eugen Diederichs, Jena, 1910; 5. Tausend. –
Mit einem Nachwort des Übersetzers, das alles wesentliche
über Dichter und Werk enthält, und auf das hierdurch ein
für allemal verwiesen sei. , in Deutschland einen posthumen Ruhm
erworben und eine späte Auferstehung gefeiert. Jungdeutsche
Dichter wie Stefan Zweig, Eberhard König, Hermann Hesse haben
sein Werk enthusiastisch gepriesen; und die Tagesblätter vom
»Vorwärts« bis zur »Deutschen
Tageszeitung« sind mit seltener Einmütigkeit in diesen
Applaus eingefallen – ein Zeichen, daß der Dichter allen
Schichten und Ständen unseres Volkes etwas zu sagen hatte.
Unter diesen Umständen lag es nahe, dem deutschen Publikum auch
den Rest seines Schaffens in geeigneter Auswahl vorzulegen, voran die
»Flämischen Legenden« ( Légendes
Flamandes 1858), die dem »Ulenspiegel« um neun Jahre
vorausgingen, und in denen de Coster seinen großen Roman
präludierte, insbesondere in »Smetse der Schmied«, wo


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