Aus den Odi Barbare - Giosuè Carducci - Страница 1 из 73


überläßt die
Schlaffen Hüften willig dem Pöbel, ohne
Beben fügt sie sich dem gewohnten Kosen,
Streckt sich, entschlummert. Mir die wache Strophe, die mit dem
Handschlag
Und dem Schritte rhythmisch im Chor einherschwebt;
Greif nach ihrem Fittich im Flug, sie wendet
Sich – widerstrebend. So, umfaßt vom liebenden
Waldgott, windet
Die Bacchantin sich auf dem schnee'gen Edon;
Schöner hüpfen, unter dem Druck, des Busens
Blühende Reize. Schrei und Kuß verschmilzt auf dem
glüh'nden Munde,
Sonnenstrahlend lächelt die Marmorstirne
Und die Haare fluten in weiten Wellen,
Wehend im Winde. I. Buch
Schlechten, gestümperten Versen genügt ein
geringer Gehalt schon,
Während die edlere Form tiefe Gedanken bedarf: Wollte
man euer Geschwätz ausprägen zur sapphischen Ode,
Würde die Welt einsehn, daß es ein leeres Geschwätz.
August v. Platen.
Ideal Seit mich ein heit'rer Odem Ambrosias,
Aus deinem Kelch entflossen, umschlungen hielt –
Als du, o Hebe, traulich lächelnd,
Mit deinem göttlichen Schritt vorbeizogst –
Fühl' ich nicht mehr die Schatten der Zeiten und
Der eisigkalten Sorgen auf meinem Haupt;
O Hebe, Hellas' Leben fühl' ich


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