Post, Polizei, Hunde und Räuberei - Karel Capek - Страница 1 из 78


[Erzählungen] Cecilie Dressler Verlag Berlin Berechtigte
Übertragung von Julius Mader   Die
große Polizei-Geschichte Ihr wißt ja vielleicht,
Kinder, daß auf jeder Polizeiwache oder Polizeistation einige
von den Herren Schutzmännern die ganze Nacht wachbleiben für
den Fall, daß sich etwas ereignen sollte, zum Beispiel, wenn
Räuber irgendwo einbrechen oder böse Leute jemandem Schaden
zufügen wollen. Deshalb bleiben die Herren Schutzmänner oder
Schupos also auf der Wache bis in der Früh auf, während
andere Polizisten, die man Streifwachen nennt, in den Straßen
herumgehen und auf die Räuber, Diebe, Gespenster und andere
Ordnungswidrigkeiten aufpassen. Und wenn so einer Streifwache anfangen
die Füße weh zu tun, kehrt sie in die Wachstube
zurück, worauf wieder ein anderer Schutzmann zum Aufpassen auf
die Straße geschickt wird. Das geht so die ganze Nacht; und
damit die Zeit besser verstreiche, rauchen die Schupos auf der Wache
ihre Pfeifen und erzählen sich, was sie Bemerkenswertes gesehen
haben. Also einmal rauchten sie und unterhielten sich, als ein
Schupo von der Streifwache zurückkam, wartet mal, das war doch
der Herr Jaeckel, und sagte: »Guten Abend, Jungens! Ich melde,
daß mir die Füße weh tun.« »Na, dann
setz dich«, meinte der älteste Herr Schutzmann, »und
statt deiner wird der Hartmann auf Wache gehen. Und jetzt, Jaeckel,
erzähl uns, was es Neues in deinem Revier gibt und in welchen


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