Vom Mars zur Erde - Albert Daiber - Страница 1 из 168


Erzählung für die reifere Jugend Mit sechs Vollbildern
von Fritz Bergen Stuttgart
Verlag von Levy & Müller
Erstes Kapitel. Der Erdensohn auf dem
Mars Phobos und Deimos, die beiden Marsmonde, hingen leuchtenden
Kugeln gleich am nächtlichen Firmamente, der eine aufgehend, der
andere bereits zum Untergange geneigt. Die sternklare Nacht war von
märchenhafter Pracht und Schönheit. Tiefer Friede lag
über den weiten Marslanden, die ein einsamer Erdensohn
gedankenvoll durchwanderte. Wie war er hierher gekommen?
Augenblicklich mochten es gegen zweihundert Millionen Kilometer sein,
die ihn von seiner Mutter Erde, von seiner deutschen Heimat, von den
Freunden in Tübingen, der Stätte seines einstigen
akademischen Wirkungskreises im lieben Schwabenlande, trennten. Wie
war er hierher gekommen nach dem fernen Bruderplaneten seiner
irdischen Mutter? Fast wie ein Märchen dünkte ihn jetzt in
der Erinnerung die vor drei Jahren von sieben Tübinger Gelehrten
unternommene kühne Forschungsreise durch den Ätherraum, die
Qualen des monatelangen Aufenthaltes in der engen, fest geschlossenen
Gondel ihres kunstvoll gebauten Luftschiffes, die Gefahren, die die
tollkühne Reise im Gefolge gehabt, die Erreichung des Zieles im
letzten kritischen Augenblick ... Der Erdensohn, Fridolin
Frommherz, der ehemalige Professor der Theologie und Moralphilosophie


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