Das Märchenbriefbuch der heiligen Nächte im Javanerlande - Max Dauthendey - Страница 1 из 317


heiligen Nächte im Javanerlande Zum Buch
Das Märchenbriefbuch ist der literarische Torso eines
Versprechens, das der reisende Dichteronkel Max der kleinen Lore 1913
in Altona gab, nachdem sie ihn um ein selbstgeschriebenes
Märchenbuch gebeten hatte. Schreiben konnte Dauthendey nur drei
der zwölf Geschichten aus den heiligen Nächten, dann ereilte
ihn der Tod, fern von der Heimat auf Java, interniert von den
Engländern. Es sind drei bezaubernde Geschichten; die erste vom
Beovogel, die zweite von einem Gott und einer weißen
Schildkröte, mit der er zur Göttin des südlichen Meeres
reist. Diese Göttin weist verblüffende Ähnlichkeit mit
der geliebten Frau des Dichters auf. Wie im Leben trennt sich der
Erzähler für eine Reise von ihr und wird sie nun auf dieser
Erde nicht mehr wiederfinden. Und in der dritten Geschichte reitet er
als blinder Sänger auf einem Wasserbüffel dorthin, wo man
das Gras wachsen hören kann ... Von den geplanten
zwölf Märchen hat Max Dauthendey nur die drei vollenden
können, die in diesem Bande nach dem hinterlassenen Manuskript
des Dichters dargeboten werden. Der Autor Max
Dauthendey, 1867 in Würzburg geboren, starb 1918, wegen des
Ersten Weltkrieges an der Heimkehr gehindert, tropenkrank und
interniert auf Java. Dauthendey war Lyriker und Erzähler,
Dramatiker und Maler. Zunächst lebte er als freiberuflicher
Schriftsteller Anfang der neunziger Jahre in Berlin, befreundete sich


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