Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie - René Descartes - Страница 1 из 129


Perron«)»Cartesius« nannte er sich zuweilen in
seinen lateinischen Schriften. erblickte das Licht der Welt am 31.
MärzNicht, wie Kirchmann angiebt, am 30. März. Ein Bildnis
von ihm aus 1644 giebt in der Umschrift an: »natus ... ultimo
die Martii«. 1596 zu La Haye (Touraine), wohin seine Mutter
sich vor der Pest geflüchtet hatte. Sein Vater war Rat beim
Parlament der Bretagne zu Rennes und gehörte einem der
ältesten Adelsgeschlechter von Touraine an. René war von
schwächlicher Körperkonstitution. Aber schon in
frühester Jugend zeigte er hohe Geistesgaben. Ein
ungewöhnlicher Wissens- und Forschungsdrang beseelte den Knaben,
sodaß ihn sein Vater wohl den »kleinen Philosophen«
nannte. Acht Jahre alt wurde er dem Jesuiten-Kolleg zu La
Fléche zur Erziehung übergeben. Hier wurde der Grund
gelegt zu dem festen und unerschütterlichen Glauben, den er sein
ganzes Leben hindurch bewahrte. Mit großem Eifer folgte er dem
Unterricht und setzte nicht selten seine Lehrer in Erstaunen durch die
Selbstständigkeit und Schärfe seines Urteils. Die
Wissenschaften gewährten ihm jedoch wenig Befriedigung.
Enttäuscht verließ er 1612 die Schule. Er sagt von sich:
»Von Jugend auf bin ich für die Wissenschaften erzogen
worden. Man sagte mir, durch sie könne man eine klare und sichere
Erkenntnis von allem erlangen, was für das Leben von Wert ist,
und so war ich vom sehnlichsten Wunsche beseelt, sie kennen zu lernen.


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