Der Kaiser - Georg Ebers - Страница 1 из 736


glücklichen und trüben, in ernsten und heiteren Stunden
gleich bewährten Freunde und Kollegen Otto Stobbe, dem
Germanisten, widmet dieses Buch in unwandelbarer Liebe und Treue der
Verfasser Vorwort Vor vierzehn Jahren
plante ich nach einer Reihe von Vorlesungen, welche ich über die
Römerzeit in Ägypten gehalten hatte, die Geschichte, welche
ich in diesem Buche erzähle. Aber wissenschaftliche Arbeit
drängte die Lust am poetischen Schaffen zurück, und als
diese die Flügel wiederum kräftiger zu regen begann,
fühlte ich mich von anderen Stoffen lebendiger angeregt. So kam
es denn, daß ich die Zeit Hadrians später zum Hintergrunde
einer Dichtung wählte, als selbst die jüngere Epoche der
anachoretischen Bewegung. Mit der Beendigung dieses Romans hat
mein alter Wunsch, die wichtigsten Abschnitte der Geschichte des
ehrwürdigen Volkes, dem ich seit beinahe einem Vierteljahrhundert
mein Leben weihe, dichterisch zusammenzufassen, seine Erfüllung
gefunden. Die Glanztage der Pharaonenzeit habe ich in der
»Uarda«, den Heimfall Ägyptens an die junge Weltmacht
der Perser in der »Königstochter«, die hellenische
Epoche unter den Lagiden in den »Schwestern«, die
Römerzeit und das Aufkeimen des jungen Christentums in dem
»Kaiser« und die anachoretische Bewegung in den
Ägypten benachbarten Wüsten und Felsenlandschaften in
»Homo sum« zur Darstellung zu bringen versucht. So wird


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