Die Nilbraut - Georg Ebers - Страница 1 из 909


Herrn Carl Hallberger widmet dies Buch am
Abschluß eines Vierteljahrhunderts treuer, nie getrübter,
immer fester geknüpfter Freundschaft Georg Ebers.
Vorwort. »Die Nilbraut« ist keines Vorwortes
bedürftig. Nur für die Fachgenossen hab' ich zu
bemerken, daß ich mich von der Autorität des trefflichen de
Goeje habe bestimmen lassen, an der eigenen Vermutung festzuhalten,
das Wort Mukaukas sei nicht für den Namen, sondern für den
Titel des Mannes zu halten, den die arabischen Quellen, deren ich mich
zu bedienen hatte, als denjenigen bezeichnen, welcher als Statthalter
des byzantinischen Kaisers die ihm anvertraute Provinz der
muslimischen Macht überantwortete. Karabaceks dem Mukaukas
gewidmete Untersuchungen waren mir leider nicht mehr zu benützen
gestattet. Daß ich den alten Horus Apollon (Horapollon) in
das siebente Jahrhundert versetze, wird mir jeder mit Recht verdenken,
der den Verfasser der Hieroglyphica für denselben hält wie
den ägyptischen Gelehrten gleichen Namens, der nach Suidas unter
Theodosius lebte und den schon Stephanus von Byzanz (Ende des
fünften Jahrhunderts) erwähnt. Doch der erstgenannte
Lexikograph, Suidas, zählt die Werke des Grammatikers und
Kommentators griechischer Dichter Horapollon aus, ohne die
Hieroglyphica, auf die es hier allein ankommt, zu erwähnen, und
alle anderen Alten, welche des Namens Horapollon gedenken, lassen, wie


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