Uarda - Georg Ebers - Страница 1 из 772


ja, wie dieses Buch entstand.
    Als mich das Leid umfing, das grenzenlose,
Da hegte mich und pflegt' mich Deine Hand
    Und an dem Dornenstrauch erwuchs die Rose.
Du gabst ihr Luft und Thau und Sonnenschein;
    Auch ohne diese Widmung ist sie Dein.
Vorwort zur ersten Auflage. Im Winter 1873 wohnte ich lange
Wochen in einer der Grüfte der Nekropolis von Theben, um die
Denkmäler der ehrwürdigen Todtenstadt zu studiren. Damals
bildeten sich in mir während langer Ritte durch die schweigende
Wüste die Keime, aus denen später dieses Buch erwachsen ist.
Die äußere Veranlassung und die Muße, es
niederzuschreiben, bot eine lange und ernste, noch nicht
überwundene Krankheit. Anfänglich hatte ich
beabsichtigt, diesen Roman wie meine ägyptische
Königstochter mit vielen und ausführlichen hinter den Text
zu stellenden Anmerkungen zu versehen, – von der Ausführung
dieses Vorhabens wurde ich indessen durch die Wahrnehmung abgehalten,
daß ich gezwungen sein würde, Vieles des in den Noten zu
meinem ersten Roman Gesagten zu wiederholen. Die zahlreichen
Anmerkungen in dem letztern waren einem dreifachen Zwecke gewidmet.
Erstens sollten sie dem Text erklärend zur Seite stehen, zweitens
Bürgschaft leisten für die Sorgfalt, mit der ich bemüht
gewesen war, das archäologische Detail in all' seinen
Einzelheiten treu nach den Denkmälern und Klassikern zu zeichnen;


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