Kees Doorik - Georges Eekhoud - Страница 1 из 133


Sittenroman   Zuerst erschienen:
1918
Insel-Verlag Anton Kippenberg, Leipzig
  Meinem Freund
Camille Lemonnier
widme ich diese Bauernstudie aus dem Zwischenpolder und dem
Kempenlande, meinem Lieblingsgebiet.  
Erinnerst Du Dich noch, teurer Kamerad, an den Eindruck, den wir an
jenem Oktoberabend empfanden, als wir oben auf dem Damm am Ende des
Dorfes Hoevenen die grünliche, düstere Ebene betrachteten,
die sich unter dem Riesennebel der Abenddämmerung weithin
ausdehnte und in der die Prachthöfe zerstreut lagen? Wir
hörten in unserer Nähe das langgedehnte, klagende
Brüllen der Wiederkäuer, die auf das Futter warteten, und
das Bellen eines Wachhundes, der unsere unbeweglichen Gestalten oben
auf dem Hügel bemerken mochte und an seiner Kette riß. Bald
ertönten die neun Glockenschläge des Angelus vom
schieferbedeckten Turm, während zu unseren Füßen auf
dem holperigen Wege ein Wagen herankam, auf dem ein Fuhrmann verkehrt
saß und die Beine nach außen hängen ließ.
Hörst Du noch, Du, dessen Worte die Töne wiedergeben, die
die gewöhnliche Sprache der Musik nicht auszudrücken vermag,
wie dieser grobe Bauer seine schmutzigen Holzschuhe
aneinanderstieß und ein kreischendes, langgezogenes
›Hiüh!‹ zwischen den Zähnen hervorstieß,
während er seinem schweren Ackerpferd einen harten Hieb mit der


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