Wala - Gerrit Engelke - Страница 1 из 14


Hütte. An der linken Wand: einfach gezimmerte Bänke und
Tisch, eine Feuerstelle. Rechts: eine fellbedeckte Ruhebank, eine
Tür, die zur Kammer führt. An den Wänden und an den
Ecken: Fischergerät, Felle, Axt und Speer. Im Hintergrund eine
offene, große Tür. – Aussicht: von rechts nach links
zieht sich schräg der Strand, ganz links sieht man noch Wald.
Rechts seitlich vom Strand: das Meer. (Das Haus liegt, geschützt
vor diesem, auf sehr hohem Ufer, das nach links in die Ferne sich mehr
und mehr senkt.) Setel, im groben Kittel, Fellstreifen um die Beine
gewickelt, lehnt an dem Türrahmen und sieht in den erwachenden
Morgen. Setel :
Nun ist das Leuchten über Meer und Wald
heraufgestiegen. Die ersten Silbermöven
enttauchen schon dem Morgenrauch des Meeres,
wie Funken jenes großen Sonnenlichtes – Wala, in
einfachem Kleid, kommt rechts aus der Tür. Sie verwundert sich,
daß sie Setel schon auf sieht. Setel er wendet
sich nach ihr um:
Hat dich der frühe Tag nicht länger schlafen lassen?
– Wala :
Nur loser Schlaf ward mir in dieser Nacht
und unruhvolles Träumen. Ich sah es, wie
gemach die Nacht verblaßte, den Wind
hört ich im Walde sausend gehn – –
Wann wird er kommen? Setel :
Er mag wohl bald zu unsrer Hütte finden,
Wohl auch erst, wenn der Tag uns spät verläßt –


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