Die beiden Berge - José Echegaray - Страница 1 из 256


»Wenn auch Bücher nicht gut oder
schlecht machen,
besser oder schlechter machen sie doch!«
(Jean Paul) Zur Einführung So seltsam fern
entrückt uns das Land der schönen, verschleierten
Señoritas erscheint, so fremd wir uns seiner unruhigen inneren
Politik gegenüber fühlen, so wenig bekannt ist uns auch
– im Gegensatz zu der geradezu vorschriftsmäßigen
Kenntnis seiner Klassiker – Spaniens Literatur der Moderne. Und
das ist und bleibt bedauerlich; denn möge sie auch, an dem
unversiegbaren Born der klassischen Schönheit gemessen, etwas
dürftig anmuten, – doch bietet auch sie genug des Typischen
und Urwüchsigen, um einen Einblick in die geistige Werkstatt
ihrer Vertreter zu lohnen. Eine Reihe kleinerer und
größerer Beiträge berühmter und minder
berühmter Namen haben wir hier versammelt, und aus jungen Knospen
und reifen Blüten ein Kränzlein geflochten, das eine Gruppe
volltönender Namen umschließt. Da ist, räumlich
mit der umfangreichsten Erzählung vertreten, die bekannte
Gräfin Emilia Pardo-Bazan, die in der Gilde der spanischen
Romanschriftsteller (beiderlei Geschlechts) einen allerersten Platz
einnimmt. Sie hat außer der in diesem Bändchen enthaltenen
Erzählung »Sonnenstich« die durch ihr lebhaftes
Lokalkolorit und die äußerst fesselnde Schilderung
spanischer Sitten und Gebräuche ein ganz besonderes Interesse
erweckt, noch zahlreiche Novellen und Romane geschrieben, von denen


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