Gedichte - Kaiserin Elisabeth von Österreich - Страница 1 из 319


Tagebuch Faksimileseite aus dem poetischen
Tagebuch der Kaiserin. Nordsee Lieder. Vorbild
dieses ersten Gedichtbandes, »Nordsee Lieder« ist Heines
Gedichtzyklus »Die Nordsee« im zweiten Teil seiner
»Reisebilder« (entstanden 1826/27, Erstausgabe Hamburg
1827). Die Kaiserin notiert hier in Form eines gedichteten Tagebuches
ihre Erlebnisse und Phantasien vom Februar 1885 bis zur Neujahrsnacht
1887. »Der Geliebte«, »Der Herrlichste« mit
»Schild und Speer« ist stets Elisabeths Lieblingsheld
Achill, mit dem sie glaubte, spiritistischen Kontakt zu haben.
Widmung. O hätt' ich so viel Lieder,Dieses Gedicht bereits
bei Corti, 346. allerdings mit der (vielleicht fehlerhaft gelesenen)
Version »irres Sein« statt »inn'res Sein« in
der zweiten Strophe.
Als Wellen, du mein Meer,
Ich schrieb sie alle nieder,
Und brächte sie dir her. Mein ganzes Fühlen,
Denken,
Ja, all' mein inn'res Sein
In dich möcht' ich's versenken,
Du, mein krystall'ner Schrein. Du meine Augenweide,
Du meines Hierseins Glück,
Früh meine erste Freude
Und nachts mein letzter Blick! Durch die Numerierung weisen
die folgenden zwanzig Gedichte Zykluscharakter auf. Elisabeth schrieb
sie im Februar/März 1885 in Amsterdam, wo sie sich einer
Massagekur unterzog, aber auch ausgiebige Besichtigungsfahrten und
täglich stundenlange Wanderungen an der Nordseeküste


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