Stadt und Gebirg - Luise Ey - Страница 1 из 343


Gebirg« sich mit seinem ersten größeren Roman
»Das Verbrechen des Paters Amarus« in die Reihe der
bedeutenderen portugiesischen Schriftsteller stellte, da erblickten
die Kritiker in ihm seinem literarischen Temperament nach einen
Jünger und Nachfolger Balzacs und Flauberts. Seine
Originalität, sein glänzender Stil, seine scharfe
Beobachtungsgabe und die charakteristische Wiedergabe des Beobachteten
legten Zeugnis davon ab, daß man es mit einer großen
Individualität zu tun hatte. Die Leichtigkeit des Ausdrucks, die
seine, spontane Ironie bei anmutigem Satzgefüge, die
sorgfältige Abstufung in seinen Tönen und Farben schufen um
seinen Namen eine Gloriole der Bewunderung. Mit dem »Pater
Amarus« führte er in Portugal den naturalistischen Roman
ein, eine völlige Neuheit in der portugiesischen Literatur. Mit
dem Stoff dazu hatte er sich schon in Coimbra getragen, wo er sich als
Einundzwanzigjähriger im Jahre 1867 den Doktorhut holte; aber
erst 1875, als er schon zwei Jahre lang als portugiesischer Konsul in
Havana wohnte, wurde der Roman in der Lissaboner »Revista
Occidental« veröffentlicht. Während seines
Aufenthaltes in der Hauptstadt, der seiner Ernennung zum Vertreter
portugiesischer Interessen in Havana vorausging, gründete er im
Verein mit Ramalho Ortigaon die »Farpas«, eine
kritisch-satirische Zeitschrift, die die damaligen sozialen
Zustände beleuchtete, und in der die beiden künstlerischen


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