Adam Bede - Band 2 - Mary Anne Evans - Страница 1 из 392


Krisis. Es war in der zweiten Hälfte August, fast drei Wochen
nach dem Geburtstagsfeste. Die Weizenernte hatte in der
nördlichen Grafschaft, wo unsre Geschichte spielt, bereits
begonnen, drohte aber durch schwere Regengüsse unterbrochen zu
werden, welche weithin Überschwemmungen und vielen Schaden
anrichteten. In Broxton und Hayslope, wo das Land etwas höher lag
und die Bäche in den Thälern das Wasser rasch
abführten, hatte man nicht so zu leiden, und da die Pächter
und Bauern dort keineswegs zu den Ausnahmen gehörten und etwa auf
das allgemeine Beste mehr gesehen hätten als auf den eigenen
Vorteil, so waren sie begreiflicherweise über das rasche Steigen
der Kornpreise nicht sehr niedergeschlagen, so lange sie selbst
Hoffnung hatten, ihre Ernte gut hereinzubringen; und ab und zu
belebten sonnige Tage und trockene Winde diese Hoffnung. Der
achtzehnte August war so ein Tag, wo gegen die vorhergegangene
Trübheit der Sonnenschein um so heller aussah. Mächtige
Wolkenmassen jagten am Himmel vorüber, und die große
Hügelreihe hinter dem Schloß erschien wie belebt von ihren
laufenden Schatten; jetzt verbarg sich die Sonne einen Augenblick und
dann schien sie wieder warm hervor wie neubelebte Freude; der Wind
zauste die grünen Blätter an Hecken und Bäumen; auf den
Bauerhöfen klappten die Thüren auf und zu, in den
Obstgärten fielen die Äpfel herunter, und den Pferden, die
an den Feldwegen entlang und auf der Gemeindewiese lose weideten,


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