Das schnellste Schiff der Flotte - Gorch Fock - Страница 1 из 76


»Schullengrieper und Tungenkniever«) Eben nach Ostern
war es, zwölf Wochen vor Karkmeß, dem großen
Sonnwendtage der Finkenwärder Fischerei, der ihr A und O, den
kleinen schwarznasigen H.F.l und den großen weißstevigen
Kutter H.F.270, auf dem Köhlfleet und auf den Schallen
zusammenführt. Da ging der Seefischer Geerd den hohen, schmalen
Süderdeich entlang und ärgerte sich, als er sah, daß
an den Gräben zwischen den Reetstoppeln schon die gelben
Kuhblumen blühten; denn wenn die blühten, war das Elbwasser
nach der Ansicht der Reisenkäufer gewöhnlich schon so warm,
daß die Schollen an den Brücken zu St. Pauli und Altona
nicht mehr leben konnten; sie mußten schon bei Blankenese aus
dem Bünn geketschert werden. Das gab nicht bloß große
Arbeit, denn die Schollen mußten auf Deck ausgebreitet und durch
Segel und Lappen vor den Sonnenstrahlen geschützt werden, sondern
tat auch Schaden, denn die Hökerweiber wollten mit den toten
Klapperschollen am andern Morgen auch ungefähr umsonst absingen.
– Darauf aber, nach einer Biegung des Deiches, kriegte der
Fischer die Werft von Barthold in Sicht und freute sich, als er
wahrnahm, daß eine kleine Buttjolle das einzige Fahrzeug war,
das auf den Hell'gen saß, denn wenn der Baas nicht mehr um die
Hand hatte, konnte er ja gleich Hobel und Beitel für ihn scharf
machen. Gesa, die rundliche Frau des Schiffszimmerbaases,
nötigte ihn freundlich in die beste Stube, warf einige


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