Die Anweisung zum seligen Leben - Johann Gottlieb Fichte - Страница 1 из 356


Zuerst erschienen: 1806   Deutsche Bibliothek in
Berlin [ca. 1912] Für die Deutsche Bibliothek
herausgegeben von
Heinrich Scholz Inhaltsanzeige
Vorrede des Herausgebers. Einleitung
des Herausgebers. Fichtes Vorrede . Erste
Vorlesung . Leben ist Liebe, und daher ist Leben und Seligkeit an und
für sich eins und ebendasselbe. Unterscheidung des wahrhaftigen
Lebens vom bloßen Scheinleben. – Leben und Sein ist auch
wieder dasselbe. Das wahrhaftige Sein aber ist ewig mit sich selbst
einig und unveränderlich, der Schein hingegen veränderlich.
Das wahrhaftige Leben liebt jenes Eine oder Gott; das Scheinleben das
Veränderliche oder die Welt. Der Schein selbst wird nur durch die
Sehnsucht nach dem Ewigen getragen und im Dasein erhalten: diese
Sehnsucht wird nun im bloßen Scheinleben nie befriedigt, und
drum ist dasselbe unselig; dagegen die Liebe des wahrhaftigen Lebens
immerfort befriedigt wird, und drum dieses Leben selig ist. Das
Element des wahrhaftigen Lebens ist der Gedanke. Zweite
Vorlesung . Das hier Vorzutragende sei zuletzt Metaphysik und
insbesondere Ontologie; und diese solle hier populär vorgetragen
werden. Widerlegung des Einwurfs von der Unmöglichkeit und
Unratsamkeit eines solchen Vortrages: durch die Notwendigkeit,
daß es versucht werden müsse; durch die Erörterung des


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