Die Bestimmung des Menschen - Johann Gottlieb Fichte - Страница 1 из 224


Johann Gottlieb Fichte Text der Ausgabe 1800, (A) unter
Berücksichtigung der Ausgaben 1801, (B), 1838, (C) und 1845, (S.
W.). Herausgegeben von Karl Kehrbach. Verweise
auf Ausgaben als Fußnoten eingepflegt. Re.
Vorrede des Herausgebers. Fichte
war am 3. Juli 1799 in Berlin angekommen. In Jena konnte nach der ihm
von der weimarischen Regierung in Folge des
»Atheismusstreites« ertheilten »Entlassung«,
die, wie Kuno Fischer Kuno Fischer, Geschichte der
neuern Philosophie, Bd. V, Heidelberg, 1869. S. 297. Es ist
hier eine übersichtliche Darstellung der Fichte'schen Conflicte.
Ausführlicher noch wird derselbe Gegenstand erörtert von
dem Sohne Fichte's in: Joh. Gottl. Fichte's Leben und
literarischer Briefwechsel, 2. vermehrte Aufl., Leipzig, Brockhaus,
1862. 2 Bde. treffend bemerkt, einer »Vertreibung« nicht
unähnlich sah, seines Aufenthaltes nicht mehr sein. Durch den
»Atheismusstreit« in seiner ganzen Persönlichkeit auf
das Tiefste erschüttert und dem zufolge der Ruhe und Muße
dringend bedürftig, hatte er die Absicht gehabt, in
ländlicher Abgeschiedenheit, fern von literarischen Fehden, eine
Zeitlang im Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt zu leben.
Fichte schreibt an Reinhold: »Ich suchte ein
abgelegenes Winkelchen, wo ich im strengsten Incognito mich einige


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