Das Wundermittel - Ludwig Fulda - Страница 1 из 104


Ludwig Fulda     Stuttgart und Berlin
1920
J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger  
  Erster Aufzug Ein ärmliches Dachzimmer
In der Mitte der Hinterwand Eingangstür, die, wenn geöffnet,
den Flur und die gerade gegenüberliegende Flurtür (mit
Guckloch und Briefkasten) erblicken läßt. In der linken
Seitenwand eine zweite Tür, in der rechten Atelierfenster. Der
Raum ist mit unzulänglichen Mitteln als Maleratelier und zugleich
als Wohnstube eingerichtet. rechts vor dem Fenster Staffelei mit
ungerahmtem Bild und allerlei Malgerät, dahinter, an die
Wände gelehnt, aufgestapelte ungerahmte Bilder. Links vorn Tisch
mit einer Lampe darauf und Rohrstühle, rechts vorn ein
baufälliger Diwan und ein wackliger Armsessel, dazu, beliebig
verteilt, einiges andere Gerümpel. Links hinter der Tür
Kleiderriegel, von einem Vorhang bedeckt. An den Wänden allerlei,
mit Reisnägeln angeheftete Skizzen. Erster Auftritt
Klaus . Frau Baenicke Klaus (Mitte der Zwanzig,
feingliedriger Nervenmensch mit einem hübschen, aber
zerquälten Gesicht, ebenso leicht erregt wie verzagt, steht im
zerschlissenen Malkittel mit Pinsel und Palette vor der Staffelei,
eine lebhafte Diskussion fortsetzend) . Wenn ich Ihnen sage, liebe
Frau Baenicke . . . Frau Baenicke (dicke, derbe
Kleinbürgerin, Ende der Vierzig) . Sagen Sie mir gar nichts, Herr


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