Die Sklavin - Ludwig Fulda - Страница 1 из 116


Ludwig Fulda.     Stuttgart 1893.
Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung
Nachfolger.     Erster Aufzug.
Speisezimmer bei Waldeck. (Das Zimmer ist ein sogenanntes
Berliner Zimmer. Es hat nur ein einziges großes Fenster, welches
die linke, schräg abgestumpfte Ecke des Hintergrundes einnimmt,
und durch welches man auf den Hof sieht. In der Hinterwand rechts ist
die schmale Thür zum Flur [allgemeiner Auftritt]. In der rechten
Seitenwand Thür zu den vorderen, in der linken Seitenwand
Thür zu den hinteren Räumen der Wohnung. Die Einrichtung ist
gut bürgerlich; ziemlich neu aussehende Dutzend-Möbel.
Zwischen Fenster und Flurthür inmitten der Hinterwand ein
großes Büffet; in der Mitte der Bühne ein runder
Speisetisch; um denselben ein paar Rohrstühle; darüber
mehrarmige Gaskrone. Rechts vorn ein Sofa und ein rundes
Ziertischchen; links vorn ein Spieltisch. An den Wänden einige
Photographien nach Gemälden und Oeldruckbilder. Hinter der
rechten Seitenthür an der Wand großer Ofen. Vorn rechts
eine kleine Wanduhr.) Erster Auftritt. Waldeck
(liegt auf dem Sofa in Schlafrock und Pantoffeln und schläft).
Eugenie (ist mit) Lina (beschäftigt, den Speisetisch, auf dem
vorher zu Mittag gegessen wurde, abzuräumen; sie schleichen auf
den Zehenspitzen und sprechen im Flüsterton). Eugenie .
Ach richtig, Lina – das Fleisch haben Sie heute wieder zu sehr


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