Über die Wasserleitungen der Stadt Rom - Sextus Julius Frontinus - Страница 1 из 68


angelegentlichere Sorgfalt fordert; und mich sey es angeborner Eifer,
sey es Berufstreue nicht nur zum Fleisse in dem anvertrauten
Geschäfte, sondern auch zur Liebe an demselben anspornen; jetzt
aber mir vom Nerva Augustus, einem soll ich sagen mit mehr Fleiss oder
mit mehr Liebe am Gemeindewesen hängenden Kaiser, der
Wasserdienst Ist aufgetragen worden, welcher theils zum Nutzen, theils
zur Gesundheit, ja auch zur Sicherheit der Stadt beiträgt, und
immer durch die angesehensten Männer des Staates ist verwaltet
worden: so erachte ich es für das Erste und Wichtigste, wie es
jederzeit in Geschäften mein Grundsatz war, zu kennen was ich
übernommen habe. 2. Denn weder gibt es meines Bedünkens
für ein jegliches Geschäft irgend eine zuverlässigere
Grundlage; noch kann unter einer andern Bedingung, was zu thun und was
zu lassen ist, entschieden werden; noch gibt es eine andere für
einen leidlichen Mann so entehrende Sache, als ein übertragenes
Amt nach Anweisung von Gehülfen zu verrichten: was nothwendig
geschehen muss, so oft ins Amt Unkunde vorangegangen ist von Seiten
eines solchen, zu dessen praktischer Erfahrung häufig Zuflucht
genommen wird: deren Dienstleistungen, obwohl sie zur Amtsführung
nothwendig sind, jedoch nur eine Art von Hand und Werkzeug des
Geschäftsführers seyn sollten. Deshalb habe ich dasjenige,
was ich als zur gesammten Angelegenheit gehörig aufbringen
konnte, nachdem ich es nach der schon in vielen Aemtern von mir


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