Wolf Eschenlohr - Walter Flex - Страница 1 из 94


als zweiter Sohn des Gymnasialoberlehrers Dr. Rudolf Flex und seiner
Ehefrau Margarete, geb. Pollack geboren. Was er dem Elternhause
verdankt, sagen seine Bücher besser, als fremde Worte es
vermögen. Zusammen mit drei Brüdern wuchs er auf, zwei
jüngeren, Martin und Otto, und einem älteren, Konrad. Die
beiden ersteren kämpften und starben gleichfalls für
Deutschland. Otto Flex fiel im September 1914 neunzehnjährig als
Leutnant in Frankreich. Martin Flex starb als Oberleutnant der Reserve
am 21. Februar 1919 an einer Rippenfell- und Lungenentzündung im
Städtischen Krankenhaus zu Hannover. Vor Antwerpen schwer
verwundet, kehrte er geheilt an die Front zurück und kämpfte
weiter, bis ihn im September 1918 im Felde die Krankheit ergriff. Noch
auf dem Krankenbette war er mit der Herausgabe des »Wolf
Eschenlohr« beschäftigt und las die Druckbogen des Werkes,
dessen Erscheinen auch er nicht erleben sollte. Der Vater starb im
Juli 1918. Walter Flex besuchte zunächst die Vorschule und
dann das Karl-Friedrich-Gynmasium zu Eisenach, an dem er Ostern 1906
das Abiturientenexamen bestand. Schon in seiner Kindheit zeigte sich
sein tiefes Gemüt und seine dichterische Begabung. So schrieb
der Elfjährige ein Gedicht auf den Tod des Fürsten Bismarck.
Während des Burenkrieges nahm der Knabe mit glühender
Leidenschaft für die Buren Partei und verherrlichte sie in
zahlreichen Liedern. In die spätere Gymnasialzeit fallen viele


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