Kalmückische Märchen - Adolf Gelber - Страница 1 из 129


Chansohn zwölfmal den Siddhi-Kür holte Illustriert von
Amadeus Dier   Rikola Verlag
Wien Berlin Leipzig München   Alle Rechte
vorbehalten Copyright 1921 by Rikola Verlag A.G. Wien Gedruckt
bei R. Kiesel zu Salzburg  
    * Du siegreich vollendeter Nagarguna, dem
zur Erklärung beigegeben wurde der Name Garbha, du, der du das
auswendig und inwendig reine Gefäß der Buddhalehre in
seiner Wesenheit erschlossen und das Verständnis der Mittellehre,
des wahren Sinnes uns erleuchtet hast, du unser zweiter Lehrer, vor
dir verneige und verbeuge ich mich. Eben deine erstaunliche und
wundersame Geschichte, o Nagarguna, und diejenige des auf dem
guten und glücklichen Pfade wandelnden Chans, erzähle ich
hier im Märchengewande, damit man, wenn man ihren Hauptinhalt in
sein Herz aufgenommen, durch Vortragen, Hören und Lesen die
höchste Vollendung erlange. *
Warum der Chansohn den Leichnam holte Wisse, der du dies
hörst, daß in Indiens Mittelreich einst sieben Brüder,
sieben Zauberer lebten: und in der Entfernung einer Meile von ihnen
wohnten zwei Brüder, die Söhne eines Chans. Von diesen
machte sich eines Tages der ältere auf, um von den Zauberern die
Zauberkunst zu lernen; allein, obgleich sie ihn sieben Jahre lang bei
sich hielten, lehrten sie ihn den Schlüssel zur Zauberei in
Wirklichkeit doch nicht. Immer schickte ihm während dieser sieben


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