Negermärchen - Adolf Gelber - Страница 1 из 129


Illustriert von Axel Leskoschek   Rikola Verlag Wien
Berlin Leipzig München Alle Rechte vorbehalten Copyright
1921 by Rikola Verlag A.G. Wien Gedruckt bei R. Kiesel zu Salzburg
Sabulana, die Freundin der
Götter Die Leute von Mahaquene pflegten den Sumpf und die
Hügel zu beackern. Ihre Felder brachten viele Jahre lang im
Überfluß Ertrag. Aber es sagten die Götter einmal:
»Das ist doch nicht in Ordnung, daß sie uns Göttern
niemals ein Opfer darbringen«, und wie die Leute im
nächsten Jahre wieder ackerten und pflanzten, brach Hungersnot
aus, denn nichts wuchs heraus. Sie zogen fort, siedelten sich
weiter weg an und säten dort allerhand aus – es wollte
wieder nichts aufgehen. Darauf gingen sie auf die Jagd und gelangten
in der Verfolgung der Tiere in die Gegend zurück, aus der sie
fortgezogen waren. Da siehe, fanden sie zu ihrem Erstaunen, daß
auf einmal wieder alles in voller Blüte stand. Sie freuten sich
und sprachen: »Also werden wir wieder hierher
zurückkehren.« Doch, als sie ein Zuckerrohr abbrechen
wollten, um es auszusaugen, ließ es sich nicht abbrechen und
keine Kartoffel ließ sich herausreißen, keine Banane
abpflücken, worauf sie schrien: »Was ist denn
dahinter?« Aber da trat aus dem nächsten Wald Imana heraus
und die andern Götter folgten ihm und Imana sprach:
»Wer hat euch die Erlaubnis gegeben, hierher zu kommen und hier


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