Neuer Reineke Fuchs - Adolf Glaßbrenner - Страница 1 из 246


Reineke Fuchs. Von Adolf Glaßbrenner.  
Leipzig
Verlag von Carl B. Lorck.
1846. > Erstes Capitel.  
      Beinahe seit Vierhundert Jahren
    Hat man vom Fuchse Nichts erfahren;
Die Welt weiß nur von damals her,
    Daß er noch kam zu Ruhm und Ehr,
Nach mancher feinen Schurkenthat
    Am Hofe wurd' geheimer Rath,
Und auf der Feste Malpertaus
    Ein Leben pflog in Saus und Braus. So
will ich denn bestmöglichst melden,
    Wie es ergangen unserm Helden,
Und wie er in der jüngsten Zeit
    Sich wieder machte groß und breit.
Herr Reinhard und sein ganzer Orden
    War bald zu Schand' und Spott geworden;
Denn ob er auch gelehrt und klug,
    War doch sein Sinnen List und Trug.
Er wollte sich, in Geist und Knochen,
    Die Welt der Thiere unterjochen;
Nie, eifernd nach der höchsten Macht,
    Hat sein Gewissen sich bedacht;
Erschien das Ziel nur schön und recht,
    War auch kein Mittel ihm zu schlecht;
Kurzum, der Fuchs und die Fuchsiten
    Die dumme Welt so arg beriethen,
Daß alle Thiere, groß und klein,
    Beim Nobel darum kamen ein,
Bei Babba auch, dem großen Ossen:


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