Das Erste Buch - Andreas Gryphius - Страница 1 из 32


O Feuer wahrer Lib! O Brunn der guten Gaben! O Meister
aller Kunst! O Höchste Heilikeit! O dreymal grosser GOtt! O
Lust / die alles Leid Vertreibt! O keusche Taub! O Furcht der
Höllen Raben! Die / eh das wüste Meer / mit
Bergen rings umbgraben / Ehr Lufft und Erden ward / eh das
gestirnte Kleid Dem Himmel angelegt / vor Anbegin der Zeit /
Die zwey / die gantz dir gleich / von sich gelassen haben:
O Weißheit ohne Maß; O reiner Seelen Gast! O
teure Gnaden-Quell' / O Trost in herber Last! O Regen / der in
Angst mit Segen uns befeuchtet! Ach laß ein
Tröpfflein nur von deinem Lebens-Tau Erfrischen meinen
Geist! Hilff dass ich doch nur schau’ Ein Füncklein
deiner Glutt! so bin ich gantz erleuchtet. Andreas
Gryphius In Bibliothecam Nobiliß. Amplißimique Viri
GEORGII SCHONBORNERI,
De & in Schönborn & Zissendorff. S. Caes.
Mai. Consiliar. Comitis Palatini,
Fisci per Silesiam & Lusatiam Praefecti. XIV.
DIß ist der traute Sitz / den Themis ihr erkohren. Da
Svada sich ergetzt / der hohen Weißheit Zelt Das aller
Künste Schaar in seinen Schrancken hält, Vnd was
berühmte Leut aus ihrem Sinn gebohren! Hir
leß ich / was vorlängst Gott seinem Volck geschworen
Hir sind Gesetz und Recht' hir wird die grosse Welt Beschriben /


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