Aus »Jugendleben« und »Buch der Kindheit.« - Bogumil Goltz - Страница 1 из 130


»Buch der Kindheit.« Aus Bogumil Goltz' Schriften
– Erster Teil
Einleitung Ein vergessenes Original! So ist
Bogumil Goltz in einem zu seinem hundertsten Geburtstage erschienenen
Gedenkartikel von Arnold Wellmer charakterisiert worden. Aber
dieses Original verdient der Vergessenheit entrissen zu werden. Am 20.
März 1801 in dem damals preußischen Warschau geboren, hat
Goltz fast ein halbes Jahrhundert erst als Landwirt, dann in dem
kleinen Landstädtchen Gollub an der
westpreußisch-polnischen Grenze verbracht, hat, wie er es
nannte, »den besten Teil seines Lebens mit Polen und Juden
verträumt.« Dann plötzlich tauchte er auf als
gefeierter Schriftsteller und Rhapsode, dessen Bücher
überall begehrt wurden, nachdem es ihm endlich gelungen war,
einen Verleger zu finden für sein »Buch der
Kindheit,« mit dessen Manuskript er, wie er selbst es bezeichnet
hat, lange »hausieren gegangen.« Nun verglich man ihn, dem
seine eigenartig interessante Persönlichkeit schnell in
litterarischen Kreisen erhöhte Geltung und Wirksamkeit verlieh,
mit Johann Georg Hamann, dem »Magus im Norden,« mit dem
Humoristen v. Hippel und gleichzeitig mit Jean Paul. Arnold Wellmer,
der in den Anfängen seiner eignen Thätigkeit die
Blütezeit des nun vergessenen Originals miterlebt hat, meint
jetzt zutreffend: »Einzelne Züge von allen Dreien finden
wir in den Büchern von Bogumil Goltz, wenn auch nicht immer die


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