Irische Elfenmärchen - Brüder Grimm - Страница 1 из 299


Vorrede Obgleich der Verfasser dieses Buchs,
das unter dem Titel »Fairy legends and traditions of the South
of Ireland«, London 1823, erschien, sich nicht genannt hat, so
darf man doch voraussetzen, daß er ein geborener Irländer
ist oder lang in Irland gelebt hat. Er zeigt genaue Kenntnis von
Örtlichkeiten, Sitten und Denkweise und ist vertraut mit
eigentümlichen Ausdrücken, Gleichnissen,
sprichwörtlichen Reden und andern Kleinigkeiten dieser Art, die
nicht wenig dazu beitragen, seine Darstellung zu beleben und in der
Ferne oder aus einem Buch sich nicht erlernen lassen. Daher bedarf es
kaum der Versicherung, welche er in ein paar als Einleitung
vorangehenden Zeilen gibt, daß er alles aus dem Munde des Volks
und in dem Stil, in welchem es gewöhnlich vorgetragen werde,
aufgenommen habe. Abgesehen von dem eigentlichen Inhalt verleiht diese
Treue und Wahrheit der Ausführung seiner Sammlung noch einen
besonderen Wert, denn sie gewahrt eine Reihe kleiner, mit richtigen
Farben und in allen Nebendingen sorgfältig ausgemalter Bilder,
die als irische Idyllen gelten könnten. Man muß nachsichtig
urteilen, wenn manchmal etwas zu viel sollte getan sein; dieser Fehler
des zu sorgsamen Ausmalens, der immer nützlich und wobei
Fleiß und Bestreben an sich achtungswert ist, erklärt sich
am natürlichsten aus dem Einfluß, den Walter Scotts
Darstellungsart gegenwärtig in England ausübt, welche ihrer


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