Der Mensch als Beherrscher der Natur - Curt Grottewitz - Страница 1 из 270


geschrieben, daß Grottewitz' Schriften im Herzen unseres Volkes
fortleben würden. Diese Prophezeiung ist wahr geworden. Sie haben
keinen rauschenden Augenblickserfolg gehabt wie so manches
vergängliche Tagesbuch, aber sie dauern still weiter und
grünen alljährlich neu wie der deutsche Wald, den ihr
Verfasser sogeliebt. Der Mann, der sich selbst den
Schriftstellernamen gegeben, den seine Werke tragen, war kein Kind des
Glückes. Kurz nur war die ihm vergönnte Lebensbahn, noch
nicht ganz vierzig Jahre, dann raffte ihn ein Unglücksfall beim
Baden in einem märkischen See dahin. In diesen engen Grenzen
hat sein reicher Geist unstet nach einer ganz richtigen Stelle zum
Ausleben gerungen, meist eingeengt von der äußeren Not auch
noch des wirtschaftlichen Tageskampfes. Seine ursprünglichen
Studien gingen rein ins Literarische, er fühlte freien
Dichterberuf, wie er immer auf seiten der Freiheit stand. Ohne hier
zum ausgeklärten Ziele zu kommen, ging er dann über zur
Naturwissenschaft, der er äußerlich zugleich als
praktischer Landwirt sich zu nähern suchte. Wieweit er sich noch
als selbständiger Forscher bewährt haben würde, ist
durch seinen jähen Tod unbeantwortet geblieben. Mut und Gedanken
hatte er sicherlich dazu. Jedenfalls sollte aber ein
anfänglich nur kleiner Seitenweg dieser späteren Jahre seine
glücklichste Tat werden. Der nicht ganz ausgereifte Poet und
Schriftsteller fand eine wunderbar schöne und


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