Verfall und Untergang des Römischen Reiches - 6. Band, Kapitel 48 - Edward Gibbon - Страница 1 из 141


Reiches – 6. Band – Kapitel 48   © und
Übersetzung:
Cornelius Melville   XLVIII PLAN FÜR DIE LETZTEN
BEIDEN BÄNDE · CHARAKTERBILDER DER GRIECHISCHEN KAISER
KONSTANTINOPELS VON HERAKLIUS BIS ZU DEN EROBERUNGEN DURCH DIE
LATEINER   DIE MÄNGEL DER BYZANTINISCHEN
GESCHICHTSSCHREIBUNG Ich habe mittlerweile die römischen
Kaiser von Traian bis Konstantin und von Konstantin bis zu Heraklius
in regelgerechter Abfolge dargestellt und so getreu wie irgend
möglich von den glückhaften und den widrigen Vorkommnisse
ihrer Regentschaften berichtet. Fünf Jahrhunderte des Nieder- und
Unterganges dieses Reiches sind bereits verflossen; aber es trennen
mich immer noch achthundert Jahre vom Abschluss meiner Arbeit, der
Eroberung von Konstantinopel durch die Türken. Würde ich so
fortfahren und unverändert dieses Maß beibehalten, so
würde sich durch so manches Kapitel ein sehr langer, aber auch
sehr dünner Faden fortspinnen, und die Geduld des Lesers
würde sich um eine angemessene Belohnung in Form von Belehrung
oder Vergnügen betrogen finden. Mit jedem Schritte, mit dem wir
beim Verfall und Untergang des östlichen Reiches fortschreiten,
gediehe die Abfassung der Annalen der jeweils aufeinander folgenden
Regierungen zu einer Aufgabe, die sich als zunehmend undankbarer und
trübseliger darstellen würde. Diese Annalen wären
notwendig die ununterbrochene Wiederholung einer enervierenden und


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