Verfall und Untergang des Römischen Reiches - 6. Band, Kapitel 50 - Edward Gibbon - Страница 1 из 182


Reiches – 6. Band – Kapitel 50   © und
Übersetzung:
Cornelius Melville   L ARABIEN UND SEINE EINWOHNER
· MOHAMEDS GEBURT, CHARAKTER UND LEHRE · ER PREDIGT IN
MEKKA · FLUCHT NACH MEDINA · VERBREITET SEINE RELIGION
MIT DEM SCHWERT · FREIWILLIGE ODER ERZWUNGENE UNTERWERFUNG DER
ARABER · SEIN TOD, SEINE NACHFOLGER · ALI UND SEINE
ABKÖMMLINGE Nachdem ich nun sechshundert Jahre den
flüchtigen Schatten der Kaiser Konstantinopels und Deutschlands
nachgespürt habe, wende ich mich nunmehr – wir sind wieder
unter der Regierung des Heraklios – an die Ostgrenze der
griechischen Monarchie. Während der Staat, erschöpft von den
Perserkriegen, darnieder lag und die Kirche von der Nestorianischen
und Monophysitischen Fehde zerrissen wurde, errichtete Mohammed, mit
dem Schwert in der einen und dem Koran in der anderen Hand, über
den Ruinen des Christentums und Roms seinen Thron. Das Genie dieses
arabischen Propheten, die Sitten seines Volkes und der Geist seiner
Religion bergen zugleich die Ursachen für den Untergang des
orientalischen Reiches in sich; und so blicken wir mit Spannung auf
eine der gewaltigsten Umwälzungen, durch welche die Völker
der Erde einen neuen und dauernden Charakter erhalten haben.
Bevor ich in diesem und den folgenden Kapiteln mit vieler arabischer
Gelehrsamkeit aufwarten werde, möchte ich zunächst meine
vollständige Unkenntnis der orientalischen Sprachen bekennen und


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