Verfall und Untergang des Römischen Reiches - 6. Band, Kapitel 51 - Edward Gibbon - Страница 1 из 202


Reiches – 6. Band – Kapitel 51 © und
Übersetzung:
Cornelius Melville   LI
ARABER ODER SARAZENEN EROBERN PERSIEN, SYRIEN, ÄGYPTEN AFRIKA
UND SPANIEN · HERRSCHAFT DER KALIFEN ODER DER NACHFOLGER
MOHAMMEDS · DIE CHRISTEN UNTER DEN KALIFEN ZUSAMMENSCHLUSS
DER ARABER 632 Die in Arabien eingetretenen Umwälzungen
hatten den Charakter der Araber unverändert gelassen: der Tod
Mohammeds war für sie das Signal für die
Unabhängigkeit, und sein hastig aufgeführtes Staats- und
Religionsgebäude bebte bis in die Grundfesten. Die kleine und
getreue Schar seiner ersten Jünger hatte seinen Predigten
gelauscht und seine Not geteilt; war mit dem Gottesgesandten vor den
Verfolgungen Mekkas geflohen oder sie wurden als Flüchtlinge in
der Sicherheit von Medina aufgenommen. Die Abertausende, die ihn in
der Folge als ihren König oder Propheten anerkannten, waren
seinen Waffen unterlegen oder hatten sich durch seine Erfolge
verleiten lassen. Die Polytheisten wurden durch die simple Vorstellung
von nur einem einzigen und dazu noch unsichtbaren Gott beunruhigt; der
Stolz der Juden und Christen verweigerte sich dem Joch eines irdischen
und zeitgenössischen Gesetzgebers. Die neuen Glaubensregeln und
die Gehorsamspflicht hatten noch keine festen Wurzeln geschlagen; und
so sehnten sich viele Neubekehrte zurück nach den
altehrwürdigen mosaischen Gesetzen, nach den Riten der
katholischen Kirche oder nach den Götterbildern, den Opfern und


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