Verfall und Untergang des Römischen Reiches. 1. Band - Edward Gibbon - Страница 1 из 549


Reiches – 1. Band Übersetzung und © 2012:

Cornelius Melville   Erste Veröffentlichung:

Projekt Gutenberg-DE I GRÖSSE UND
MILITÄRISCHE STÄRKE DES REICHES IM ZEITALTER DER ANTONINE IN
DEN JAHREN A.D. 98 – 180   EINLEITUNG Im
zweiten Jahrhundert christlicher Zeitrechnung begriff das
Römische Imperium den schönsten Teil der Erde und den
kultiviertesten Teil des Menschengeschlechtes in sich. Die Grenzen
dieser ausgedehnten Monarchie wurden durch bewährte,
disziplinierte Truppen geschützt. Der sanfte, aber
wirkmächtige Einfluss von Gesetz und Sitte hatte das
Gemeinschaftsgefühl unter den Provinzen allgemach gefestigt. Ihre
friedfertigen Einwohner genossen und missbrauchten die Vorteile, die
Wohlstand und Luxus mit sich bringen. Dem Konstrukt, welches eine
freie Verfassung vorstellte, wurde die geziemende Achtung erwiesen.
Der Römische Senat besaß nach außen hin die
Regierungsgewalt und nutzte sie, um dem Kaiser alle Befugnisse zu
übertragen. Während einer glücklichen Periode von
achtzig Jahren wurde die öffentliche Verwaltung durch die edlen
und befähigten Kaiser Nerva, Trajan, Hadrian und die zwei
Antonine geführt. Es ist für dieses und die folgenden zwei
Kapitel geplant, die glückhaften Umstände des Reiches
darzulegen; und anschließend, vom Tode des Marcus Antoninus an,
die wesentlichen Bedingungen für seinen Zerfall und Untergang:


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