Der Schwarzkünstler - Emil Servatius Gött - Страница 1 из 100


in drei Aufzügen     C. H.
Beck'sche Verlagsbuchhandlung
Oskar Beck – München 1911    
Vorbemerkung des Verfassers In dieser Ausgabe
erscheint im Druck – fünfzehn Jahre nach seiner Entstehung
– zum erstenmal der Originaltext einer kleinen dramatischen
Dichtung, die sich seinerzeit, und ab und zu noch, in einer
Bühnenbearbeitung des königlichen Schauspielhauses mit dem
Titel »Verbotene Früchte«, auf der deutschen
Bühne angenehm bemerklich gemacht hat. Die große
Abweichung von der bisher laufenden Fassung, an die sich auch das
Cottasche Buch, trotz eines Versprechens der Vorrede, angeschlossen
hat, muß jedem der bisherigen Darbietung schon freundgewordenen
Auge befremdend auffallen, und läßt, bis zur vollzogenen
Einführung wenigstens, die Mitgabe einer kurzen Textgeschichte
rätlich erscheinen; nach Kenntnisnahme durch den Interessenten
mag sie aus dem heiteren Buche entfernt werden. Das Gedicht
entstand zwischen Januar und Februar 1890, als bestelltes
Fastnachtspiel für eine akademisch-dramatische Vereinigung, und
sollte nur eine in Verse gesetzte und abgerundete Aufarbeitung der
»Höhle von Salamanka« des Cervantes werden. Aber der
kecke Angriff und die vorschwebende Idee erwiesen sich als von so
glücklicher Zugkraft, daß der derbe Farcenstoff, sich
lichtend und schmeidigend, nach außen und innen den
vorgefundenen Rahmen überschwoll, und ein ungleich stattlicheres


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