Lucrezia Borgia - Ferdinand Gregorovius - Страница 1 из 439


Widmung:
An Don Michelangelo Gaetani, Herzog von Sermoneta
Einleitung Erstes Buch
Lucrezia Borgia in Rom Zweites Buch
Lucrezia Borgia in Ferrara An
Don Michelangelo Gaetani
Herzog von Sermoneta Mein verehrter Herzog! Ihnen diese
Schrift darzubieten, bewogen mich sowohl geschichtliche
Verhältnisse, welche in ihr behandelt sind, als eigene
persönliche Beziehungen, und beide Gründe haben Sie
freundlich anerkannt. Sie werden Vorfahren Ihres alten und
berühmten Hauses in diesem Buche auftreten sehen, aber in nicht
glücklicher Gestalt. Die Borgia sind Todfeinde der Gaetani
gewesen, und diese entrannen nur mit Not dem Untergang, welchen ihnen
Alexander VI. und sein schrecklicher Sohn geschworen hatten. Ihr
schönes Sermoneta und alle die großen Güter in der
Maritima, welche Ihr Haus seit langen Zeiten besaß, zogen die
Borgia ein, und Ihre Vorfahren starben durch sie, oder wanderten ins
Exil. Donna Lucrezia wurde Herrin Sermonetas, dann ward ihr Sohn
Rodrigo von Aragon mit den Besitzungen der Gaetani als Herzog
beliehen. Jahrhunderte sind darüber hingegangen, und so
können Sie jene gewaltsamen Eingriffe in die Rechte Ihres Hauses
einer schönen und unglücklichen Dame verzeihen. Auch wurde
Ihre Familie bald wieder hergestellt, durch jene Bulle
Julius' II., welche Sie als ein Kleinod, auch in bezug auf
kalligraphische Ausführung, in Ihrem Familienarchiv bewahren.


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